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Fallweise Unterdrückung der Anzeige der Amtrufnummer beim B-Teilnehmer (CLIR)
Wird auch "Rufnummernunterdrückung" oder CLIR (Calling Line Identification Restriction) genannt. Man verhindert mit diesem Merkmal eine Übermittlung seiner eigenen Rufnummer zum Angerufenen (anonymer Ruf). Mit diesem Merkmal kann man vor einem Gespräch bestimmen, ob die Rufnummer zum angerufenen Teilnehmer übermittelt werden soll oder nicht. Bei einigen ISDN-Endgeräten kann dieses Merkmal durch einen Tastendruck oder über ein Menü aktiviert werden. Um diesen Dienst nutzen zu können, muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage den Dienst unterstützen und der Dienst für die MSN(s) bzw. DDI(s) des ISDN-Anschlusses eingerichtet sein (siehe auch CLIP). Sind analoge Telefone an eine ISDN-Tk-Anlage angeschlossen, so wird die Funktion CLIR über die Programmierung der Tk-Anlage gesteuert. Im analogen Telefonnetz kann die Funktion mit MFV-Telefonen in der Vermittlungsstelle ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Faltungscodierung
Fehlerschutzverfahren, welches auch als "Viterbi Code" oder "Innerer Fehlerschutz" bezeichnet wird. Eine Fehlerschutzkodierung wird kontinuierlich dem laufenden Datenstrom hinzugefügt.
Fangen böswilliger Anrufer (MCID)
Mit dem Leistungsmerkmal Fangen böswilliger Anrufer, abgekürzt MCID (Malicious Call Identification), kann die Rufnummer eines belästigenden Anrufers ermittelt werden. Um einen böswilligen Anrufer fangen zu können, muss das Endgerät bzw. die Tk-Anlage dieses Merkmal unterstützen, und beim Netzbetreiber muss dieser kostenpflichtige Service beauftragt werden. Die Kosten sind dabei von der Dauer der geplanten Nutzung abhängig. Das Fangen böswilliger Anrufer funktioniert auch, wenn der Anrufer seine Rufnummer unterdrückt, da die Zuordnung und das Fangen in der Vermittlungsstelle erfolgt.
FBAS-Signal
Farb Bild Amplituden Synchron Signal: ist ein Nachfolger des BAS-Signals, welches um Farbinformationen erweitert wurde (siehe auch RGB-Signal, S-Video).
FEC
Forward Error Correction: Bei diesem Verfahren werden wie auch schon bei der CD redundante Daten mit übertragen. Dies ist deshalb notwendig, da es in der Satellitenübertragung kein gesichertes Protokoll zwischen Sender und Empfänger gibt. Im Broadcast ist ausschließlich Senden möglich. Hat der Empfänger nicht alle Daten fehlerfrei empfangen, so kann er das dem Sender nicht mitteilen. Aus diesem Grund werden redundante Informationen prinzipiell mitgesendet. Kommt es jetzt zu einer Übertragungsstörung, kann der Empfänger die richtigen Daten über diese redundanten Informationen rekonstruieren. Die FEC beschreibt das Verhältnis von Bild und Tondaten zu redundanten Daten. Eine FEC von 3/4 sagt z. B. aus, dass 3/4 Originaldaten und 1/4 redundante Daten übertragen werden.
Feed
Anderer Name für LNC, aber auch für Reportage-Übertragung via Satellit.
Feedhorn
Primärstrahler einer Reflektorantenne, der die vom Satellitenspiegel reflektierten Signale bündelt.
Fernabfrage
Die Fernabfrage dient z. B. zum Abhören von Texten aus der Ferne (Telefonzelle etc.), die ein Anrufbeantworter aufgenommen hat. Meist wird diese Abfrage mit einem kleinen Signalgeber (MFV-Geber) gesteuert. Die Fernabfrage bezeichnet ein Leistungsmerkmal von Anrufbeantwortern oder Mailboxen, die sich über das Telefonnetz fernsteuern lassen. Zur Steuerung werden innerhalb der Sprachverbindung meist MFV-Töne (Mehrfrequenzverfahren) verwendet. Diese Töne können entweder mit einem MFV-fähigen Telefon oder mit einem separaten MFV-Geber erzeugt werden. Moderne ISDN-Telefone schalten nach dem Herstellen der Sprechverbindung häufig auf MFV-Tonerzeugung mit der Zifferntastatur um. Damit die Fernabfrage nicht von jedermann möglich ist, wird meist vorher die Eingabe einer PIN erwartet.
Fernvermittlungsstelle
Knotenpunkt im öffentlichen Telekommunikationsnetz, der Verbindungen in die Ferne oder in andere Netze (z. B. Ausland oder Mobilfunk) herstellen kann.
FireWire
Der IEEE1394 Standard ist ein sehr leistungsfähiger serieller Bus zur Verbindung von Peripheriegeräten mit dem Computer. FireWire erlaubt den simultanen Anschluss von bis zu 63 Geräten und Übertragungsraten bis zu 400MBit/s. Die hohe Geschwindigkeit ermöglicht das Arbeiten mit großen Datenmengen, daher werden fast alle modernen digitalen Videokameras mit FireWire-Anschluss ausgestattet. Aus lizenz- und urheberrechtlichen Gründen (ermöglicht 1:1-Kopien) leider in Satelliten-Receivern noch nicht verbreitet.
Firmware
Bei der Firmware handelt es sich meist um fest programmierte Software eines (Mikroprozessor-) Systems, welche zum eigentlichen Betrieb erforderlich ist. Firmware wird normalerweise fest in Speicherbausteine des Mikroprozessorsystems programmiert. Damit wird sichergestellt, dass die Funktionalität des Systems nicht durch Stromausfall oder Betriebsstörungen verändert wird. Soll die Firmware getauscht werden, so ist meist ein Austausch des Speicherbausteins erforderlich. Bei modernen Tk-Anlagen wird immer häufiger ein etwas anderes Verfahren verwendet. Durch den Einsatz so genannter Flash-EPROMs als Speicherbausteine für die Firmware kann der Austausch auch z. B. durch Fernladen erfolgen, und es entfallen aufwendige Montagearbeiten.
Flash
Die Flash-Funktion wird durch Tastenbetätigung am Telefon ausgelöst und dient zum Vermitteln oder zum Auslösen von Sonderfunktionen. Beim Flash handelt es sich um eine kurze, zeitlich definierte Unterbrechung des Sprechkreises, um z. B. ein Rückfragegespräch einzuleiten. Bei modernen Endgeräten ist für diese Funktion eine separate Taste (R-Taste) vorgesehen (siehe auch Hook Flash, DTMF).
Flash-EPROM
Abk. für Flash Erasable and Programmable Read-Only Memory. Besondere Art von Programmspeicher in Mikroprozessorsystemen. Der Inhalt kann elektrisch vom Prozessor geändert werden. Die Daten gehen beim Abschalten des Systems nicht verloren. Ein Flash-EPROM ist ein statischer (nicht-flüchtiger) Programmspeicher für Mikroprozessorsysteme. Ein Flash-EPROM kann bereichsweise elektrisch gelöscht und dann einmal wieder neu beschrieben werden. Der Speicherinhalt bleibt auch ohne eine Stromversorgung erhalten. Dadurch entfällt bei diesen Speichertypen eine Batterie oder Akkuversorgung zum Datenerhalt bei Ausfall der Versorgungsspannung. Bei Standard-Flash-EPROMs beträgt die minimale Zeit des Datenerhalts ohne Stromversorgung ca. 10 Jahre. Wenn bei Tk-Anlagen diese Speicher für die Firmware und das Betriebssystem eingesetzt werden, kann die Software z. B. ohne Wechsel eines Bauteils ausgetauscht werden. Bei modernen Systemen erfolgt so ein Update der Software durch eine einfache Programmierfunktion per ISDN-Datenübertragung. Außerdem werden diese Speicher z. B. für die Speicherung von Kurzwahlnummern, Konfigurationsdaten etc. verwendet (siehe auch EEPROM, EPROM, ROM).
Footprint
Gebiet auf der Erde, in dem die vom Satelliten ausgestrahlten Fernseh- und Radioprogramme zu empfangen sind.
Freisprechen
Telefonieren bei aufgelegtem Handapparat über den im Apparat installierten Lautsprecher und das Mikrofon bzw. über eine im Fahrzeug installierte Freisprecheinrichtung. Die Qualität beim Freisprechen hängt u. a. entscheidend von den räumlichen Gegebenheiten (Hall, Echo, Umweltgeräusche etc.) ab.
FreeTV
Im Gegensatz zum PayTV wird das frei empfangbare Fernsehen entweder durch Gebühren oder durch Werbeeinnahmen oder über eine Kombination aus beidem finanziert. Die öffentlich rechtlichen Anstalten wie z. B. in Deutschland ARD, ZDF und derern Ableger wie die 3. Programme, arte, 3sat, Phönix und die neuen Kanäle in den digitalen Bouquets, werden zum größten Teil aus den Gebühren der Zuschauer finanziert. Insofern ist das eigentlich auch eine Variation des PayTV's. Kanäle wie RTL, Pro7 usw. sind reine werbefinanzierte Sender. Hier trifft eigentlich erst die Bezeichnung FreeTV zu. Aber: Umsonst ist auch hier nichts. Die Kosten für die Werbung tragen natürlich die Verbraucher, also auch wieder die Fernsehzuschauer.
Free To Air
Hiermit werden alle Kanäle bezeichnet, die frei, ohne Abonnement empfangbar sind (siehe auch FreeTV).
Free-To-Air-Box
Eine Free-To-Air-Box ist ein digitaler Empfänger ohne Conditional Acces Module oder CI. Man kann damit also kein PayTV empfangen, weil die zum Entschlüsseln dieser Programme nötige Hardware fehlt. Eine solche Settop-Box eignet sich also nur für den Empfang freier Radio- und Fernsehprogramme.
Frequenzband
Die drei gebräuchlichsten Satellitenfrequenzbereiche sind: C-Band, Ku-Band, und Ka-Band. Während derzeit C-Band und Ku-Band gebräuchlich sind, wird in Zukunft das KA-Band immer wichtiger werden. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Antennendurchmesser und Frequenz. Je höher die Frequenz ist, um so kleiner kann der Satellitenspiegel sein.
Frequenzbereich
Elektromagnetische Wellen können Frequenzen von wenigen Hertz bis zu mehreren hundert Milliarden Hertz (Gigahertz) erreichen. Unsere Augen nehmen nur einen winzigen Teilbereich dieser Wellen wahr - das Licht. Ebenso können auch technische Geräte (z.B. LNCs) nur einen klitzekleinen Bereich aller elektromagnetischen Wellen empfangen. Dieser Bereich ist der Frequenzbereich.
Frequency Shift Keying
Umtastung der Trägerfrequenz in Abhängigkeit vom Datenangebot. Wird wegen der benötigten größeren Bandbreite fast nur in Glasfaserübertragung angewandt.
FSK
Siehe Frequency Shift Keying.
F-Stecker
Steck- oder Schraubverbinder, der einfach auf das Koaxialkabel aufgedreht wird. Es gibt auch vorkonfektionierte Kabel bei denen der Stecker nicht mehr geschraubt, sonder nur noch gesteckt wird.
FTA
Siehe Free to Air.
FTZ
Abk. für Femmeldetechnisches Zentralamt (bis 1990) oder Forschungs- und Technologiezentrum (bis 1995). Das FTZ war die oberste technische Betriebseinrichtung der Deutschen Telekom bzw. der DBP Telekom. Heute besteht das FTZ aus einzelnen, unabhängigen Betriebseinheiten mit unterschiedlichen Aufgaben.
Funk
Frequenz- (FM) oder Amplituden-Modulierte (AM) Signale, die als Radiowellen übertragen werden. Die zu übertragenden Inhalte können sowohl digitaler als auch analoger Natur sein. Der große Vorteil ist, dass diese Signale in der Regel ohne direkten Sichtkontakt - wie z. B. bei Infrarot-Signalen - auch durch Decken und Wände hindurch übertragen werden können. Beispiel-Anwendungen sind: schnurlose Telefone, Audio-Video-Sender, Überwachungskameras, Fernbedienungen, WLAN etc.


