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Heim-Automation

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Was ist Heimautomation?
Was ist X10 und welche Vor- und Nachteile hat es?
Wie funktioniert X10?
Wieviele X10-Adressen gibt es?
Was kann die Heimautomation alles für mich tun?
Wieviel Strom verbraucht das X10-System und wie spare ich damit Energie?
Was ist beim Betrieb von Leuchtstoffröhren und Energiesparleuchten zu beachten?
Was ist beim Betrieb von Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten zu beachten?
Was ist beim Betrieb von Gegen- oder Wechselsprechanlagen zu beachten?
Was ist beim Betrieb von Niedervolt-Halogen-Beleuchtung zu beachten?
Was ist bei Netzabkopplern (Netzfreischalter) zu beachten?
Warum reagieren die Module in einigen Steckdosen auf Befehle, in anderen aber nicht?
Warum reagieren einige Empfänger, die in großer Entfernung von der Steuereinheit installiert sind, nicht auf Steuerbefehle, während andere problemlos funktionieren?
Warum schalten sich manche Module selbstständig ein und aus?
Welches Zubehör passt zu den UP-Dosen-Modulen?
Warum ist das X10-System in den 230V-Ländern teurer als in den 110V-Ländern?

Was ist Heimautomation?
Heimautomation macht Ihr Leben einfacher und komfortabler, sie spart Energie, sie gibt Ihnen mehr Sicherheit und Vertrauen, aber sie sorgt auch für Spaß. Aber vor allem sind wir der Auffassung, dass sie das ist, was Sie daraus machen wollen.

Für manche von Ihnen handelt es sich ganz einfach um das Steuern einer Beleuchtung oder von Geräten mit derselben Fernbedienung, die sie für ihren Fernseher benutzen. Für andere geht es um ein komplett automatisiertes Heim, gesteuert durch ein Computer-System, das vollständig programmiert ist, um ihrem persönlichen Lebensstil zu entsprechen. Ihr Heimautomations-System steuert dann alle technischen Einrichtungen wie:

  • Beleuchtung
  • Heizung und Klima-Anlage
  • Rolladen, Jalousien, Vorhänge und Markisen
  • Alarm- und Überwachungssytem
  • Unterhaltungselektronik
Audio/Video-Distribution für Ihr gesamtes Heim ist sicherlich auch ein sehr interessantes Thema. Allein Ihre Vorstellungskraft kennt die Grenzen dessen, was die Heimautomation, für Sie tun kann.


Was ist X10 und welche Vor- und Nachteile hat es?
X10 ist eine "Kommunikationssprache", die es Ihnen erlaubt, Beleuchtungen und andere elektrische Verbraucher in Ihrem Haus über das vorhandene 230V-Hausstromnetz zu steuern. Eine teure Neuverkabelung ist dabei nicht notwendig.

Die X10 Heimautomations-Produkte sind einfach zu installieren und - einfach zu entfernen. Deshalb ist X10 nicht nur das variabelste Heimautomations-System für Ihr Heim, besonders dann, wenn Sie es gemietet haben. Sollten Sie umziehen, können Sie einfach Ihre Heimautomation mitnehmen und in Ihrem neuen Domizil installieren. So einfach geht das. Kein anderes Heimautomations-System gewährleistet Ihnen dermaßen viel Bequemlichkeit und Flexibilität. Die X10 Heimautomation ist in erster Linie als "Do-it-yourself"-System konzipiert. Sie können es aber auch durch einen Elektriker für Sie installieren lassen. (Bei einigen Produkten, z. B. für Hutschienen-Montage, ist dies obligatorisch.) Sie haben die freie Wahl. Sollten doch einmal Schwierigkeiten auftreten, ist unser technischer Support speziell ausgebildet, um Ihnen bei Ihrer Installation zu helfen. X10 ist einfach und benutzt nur Sender und Empfänger, um alle elektrischen Verbraucher zu steuern.

  • Sender
    Die Sender übermitteln ein Signal über die vorhandene Stromleitung an die Empfänger. Die Empfänger führen daraufhin den Befehl aus, den sie vom Sender erhalten haben, z.B. EIN- und AUSSCHALTEN, DIMMEN, ERHELLEN, ÖFFNEN, SCHLIESSEN. Sender gibt es als Infrarot- oder Funk-Fernbedienung, Computer-Interface, festverdrahtet in Form Ihrer vorhandenen Schalter, Telefon, Sprachbefehl, etc.
  • Empfänger
    Empfänger führen Befehle aus, die ihnen durch Sender übermittelt werden, und können elektrische Verbraucher EIN- und AUSSCHALTEN, DIMMEN, ERHELLEN, ÖFFNEN, SCHLIESSEN. Es gibt viele Arten Empfänger, jeweils abhängig davon, was Sie steuern möchten: für die Steckdose, für Wandschalter, Niedervolt-Module, Hutschienen-Module, etc.
Mit X10 lässt sich eigentlich alles in Ihrem Heim steuern, entweder durch einen mündlichen Befehl, mittels Fernbedienung, auf automatische Weise oder mittels Betätigung der Tasten Ihres Telefons. Der Sinn und Zweck der X10 Heimautomation ist die Verwaltung aller elektrischen Verbraucher Ihres Heimes, um Ihnen und Ihrer Familie die bestmögliche Lösung für Energie-Einsparung, Sicherheit, Komfort, Luxus und damit Vertrauen zu bieten.

Nicht verschweigen wollen wir Ihnen den Nachteil des X10-Systems: das eigentliche Übertragungsprotokoll. Es ist langsamer als neuere (und erheblich teuerere) Bus-Systeme, und wenn zwei Befehle exakt zur gleichen Zeit gesendet werden, wird einer der Befehle nicht ausgeführt. Diese möglichen Nachteile machen sich jedoch i. d. R. erst bei größeren Installationen bemerkbar. Und durch eine entsprechende Planung und sorgfältige Programmierung, lassen sie sich weitestgehend umgehen.

Das X10-System wurde ursprünglich Mitte bis Ende der 1970er Jahre in Schottland entwickelt und ist heute im Bereich Heimautomation der Marktführer mit weltweit mehreren Milionen installierter Systeme.


Wie funktioniert X10?
Die X10-Kommunikation zwischen Sendern und Empfängern funktioniert durch Signalisierung über das vorhandene Stromleitungsnetz. Die Signale (im folgenden Telegramm genannt) werden dabei als kurze frequenzmodulierte Impulse, die digitale Informationen enthalten, übertragen.

Diese Telegramme werden mit dem Nullpunkt der Sinuswelle synchronisiert. Dabei wird versucht, das Telegramm so nah wie möglich am Nullpunkt zu übertragen, jedoch üblicherweise im Bereich von 200 µs zum Nullpunkt. Die X10 Powerline-Modems (wie z. B. XM10) erzeugen eine 50 Hz-Rechteck-Welle bei einer maximalen Verzögerung von 100 µs zum Nullpunkt. Die maximale Verzögerung zwischen dem Eingang des Telegramms und der 120 kHz-Aussendung beträgt 50 µs. Daher sollte bei Eigenentwicklungen sichergestellt werden, dass Aussendungen zum Powerline-Modem innerhalb 50 µs des Nullpunktes der 50 Hz-Referenz-Rechteck-Welle liegen.

Eine binäre 1 wird durch ein 120 kHz-Impuls am Nullpunkt mit einer Dauer von 1 ms dargestellt, eine binäre 0 durch das Auslassen des 120 kHz-Impulses. Die Powerline-Modems modulieren ihre Eingangssignale selbstständig mit 120 kHz, daher muss ihnen nur das 1 ms-Telegramm zur Verfügung gestellt werden. Diese 1 ms-Telegramme werden dreimal hintereinander in Abhängigkeit zum Nullpunkt übertragen, um in einem dreiphasigen Netz das Signal auf allen drei Phasen zur Verfügung zu stellen. "Figure 1" zeigt die Abhängigkeit dieser Signale relativ zum Nullpunkt.
 
Eine komplette Code-Übertragung benötigt elf Bits die über das Netz übertragen werden. Die ersten zwei Bits sind der Start-Code. Die nächsten vier Bits sind der House-Code (A - P). Die letzten fünf Bits sind der Key-Code entweder als Unit-Code (1 - 16) oder ein Funktions-Code (On, Off, etc.). Dieser komplette Code-Block (Start-Code, House-Code, Key-Code) wird immer paarweise mit je drei Aussendungen übertragen. Die Funktions-Codes "Bright" und "Dim" sind eine Ausnahme zu dieser Regel, da sie kontinuierlich (mindestens zweimal) ohne Pause zwischen den einzelnen Codes übertragen werden. Siehe "Figure 2".
 
In jedem Datenblock wird jeder Vier- oder Fünf-Bit-Code in wechselseitiger Abhängikeit zu den Halbwellen des Netzes übertragen. Das bedeutet, wenn ein 1 ms-Telegramm in einer Halbwelle übertragen wird (binär 1), dann wird in der nächsten Halbwelle nichts übertragen (binär 0). Siehe "Figure 3".
 
Die Tabelle in "Figure 4" zeigt die Binär-Daten, die für jeden House- und Key-Code übertragen werden. Der Start-Code ist immer 1110. Er ist einmalig und der einzige Code, der nicht der wechselseitigen Abhängkeit unterliegt.

1 Der Befehl "Hail Request" wird gesendet um zu sehen, ob irgendein X10-Sender in Reichweite ist. Das gibt dem System-Entwickler die Möglichkeit, einen anderen House-Code zuzuweisen, wenn ein "Hail Acknowledge" empfangen wird.
2 In einem "Pre-Set Dim"-Befehl stellt das Bit "D8" den wichtigsten Teil dar: den Pegel. Die Bits "H1", "H2", "H4" und "H8" sind hierbei relativ unwichtig.
3 Auf den "Extended Data"-Code folgen weitere 8bittige Bytes, die auch analoge Werte (nach Analog-Digital-Wandlung) enthalten können. Es sollten keine Lücken zwischen dem "Extended Data"-Code und den zu sendenden Werten, oder auch zwischen den Werten selbst sein. Das erste 8bittige Byte kann benutzt werden, um mitzuteilen, wieviele Bytes folgen werden. Wenn zwischen diesen Bytes Lücken auftreten, könnten diese Daten von X10-Modulen empfangen werden und Fehlfunktionen verursachen. "Extended Code" ist aufgebaut wie "Extended Data": 8bittige Bytes gefolgt vom eigentlichen "Extended Code" (ohne Lücken) können weitere Befehle enthalten. Das gibt dem System-Entwickler die Möglichkeit, das System auf mehr als die vorgebenen 256 Codes zu erweitern.
Anmerkungen:
  • X10-Empfänger brauchen eine Lücke von mindestens drei Wellendurchläufen zwischen jedem 11bittigen Telegramm-Paar (ohne Lücke zwischen den Paaren). Die einzige Ausnahme dieser Regel sind die Befehle "Dim" und "Bright". Diese werden kontinuierlich gesendet, ohne Lücken zwischen den jeweils 11bittigen "Dim"- bzw. "Bright"-Telegrammen.
  • Dieser Text ist eine Übersetzung - nach bestem Wissen und Gewissen - aus dem Englischen ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit und sachliche Richtigkeit.


Wieviele X10-Adressen gibt es?
Es gibt insgesamt 256 mögliche X10-Adressen. Diese setzen sich aus dem House-Code A bis P und dem Unit-Code 1 bis 16 zusammen.


Was kann die Heimautomation alles für mich tun?
Die Installation einer X10 Heimautomation zur Steigerung Ihres Komforts und Ihrer Sicherheit ist sehr einfach. Hier nur einige Anwendungsbeispiele:

  • Sie sparen Energie, da Verbraucher nur dann mit Energie versorgt werden, wo Sie es wünschen. So lässt sich beispielsweise der größte Energie-Verschwender "StandBy-Schaltung" eliminieren, ohne auf den Komfort der Fernbedienbarkeit zu verzichten.
  • Sicherheit für Kinder.
  • Automatische Steuerung der Außen- und Sicherheitsbeleuchtung.
  • Simulation Ihrer Anwesenheit während Sie abwesend sind, um Einbrecher abzuschrecken.
  • Mit Funk-Fernbedienungen lassen sich alle elektrischen Verbraucher inner- und außerhalb Ihres Heimes steuern.
  • Sie können Ihre Heimautomation programmieren, um Makros wie "Alle Lichter an" oder "Morgen-Modus" auszuführen, um Ihr Heim auf einfache Weise Ihrem Lebensstil entsprechend zu steuern.
  • Funk-Schalter machen es möglich, Schalter an Stellen anzubringen, an denen keine Kabel vorhanden sind.
  • Ideal für vorübergehende Installationen, z. B. Feierlichkeiten.
  • Die Anpassung von Häusern bzw. Wohnungen für Senioren oder Behinderte wird einfach und flexibel.
  • Automatische Steuerung, ausgelöst durch bestimmte Ereignisse, z. B. Sonnenaufgang, Sonnenuntergang oder Betreten eines Raumes.
  • Automatische Steuerung zu vorgegebenen Zeiten.
Die Möglichkeiten der X10 Heimautomation sind nahezu unbegrenzt. Schreiben Sie uns Ihre Ideen.


Wieviel Strom verbraucht das X10-System und wie spare ich damit Energie?
Die X10-Module haben üblicherweise einen Eigenverbrauch von 0,1 - 2W. Verglichen mit dem - bei entsprechender Nutzung/Programmierung - enormen Energiesparpotential ist das sehr wenig. Denken Sie nur einmal an den Energie-Verschwender "StandBy-Schaltung", oder wie oft man vergisst, einfach nur eine Lampe auszuschalten, obwohl sich niemand mehr im Raum befindet. Auf ein Jahr hochgerechnet kommt hier schon ein ganz ansehnlicher Betrag zusammen. Ganz zu schweigen von großen Stromverbrauchern wie Bügeleisen oder Elektro-Herde (was ja ganz nebenbei im Sinne des Wortes auch "brandgefährlich" sein kann). Bei entsprechender Programmierung des Systems würden diese Verbraucher automatisch abgeschaltet, sobald z. B. der letzte Bewohner das Haus oder die Wohnung verlassen hat. Das X10-System wurde nicht nur für Ihren Komfort entwickelt, sondern auch, um Energie einzusparen. Sie werden feststellen, wie schnell sich die Investition in die Heimautomation amortisiert hat.


Was ist beim Betrieb von Leuchtstoffröhren und Energiesparleuchten zu beachten?
Generell sollten Sie auf Leuchtstoffröhren und Energiesparleuchten mit billigen Vorschaltgeräten verzichten (bei Energiesparleuchten sind die Vorschaltgeräte i. d. R. im Leuchtmittel integriert). Diese Art von Leuchtmitteln verursacht "Frequenzrauschen" im Netz und macht damit unter Umständen jegliche X10-Signalisierung zunichte, wobei nach unseren Erfahrungen gerade die billigen Vorschaltgeräte und Leuchtmittel die größeren Störer sind. Auch bei der Vewendung hochwertiger Produkte kann es vereinzelt noch zu Störungen kommen. Hier sollte der Einsatz eines Filters, wie z. B. FM10 oder FD10, für Abhilfe sorgen.


Was ist beim Betrieb von Unterhaltungselektronik, PCs und Haushaltsgeräten zu beachten?
Ein großes Energiesparpotential nutzen Sie, wenn Sie Ihre Unterhaltungselektronik nicht wie allgemein üblich per Fernbedienung "StandBy" schalten, sondern tatsächlich vom Stromnetz trennen. Diese Energie-Einsparung lässt sich auch komfortabel mit dem X10-System per Fernbedienung nutzen. Durch den Einsatz elektronischer Schaltnetzteile können diese Geräte jedoch "Frequenzrauschen" im Stromnetz verursachen und machen damit jegliche X10-Signalisierung zunichte, wobei Satelliten-Receiver, Fernsehgeräte und PCs nach unseren Erfahrungen die größten Störer sind. Sollten Sie Störungen feststellen, können Sie diese jedoch durch einen zwischengeschalteten Filter, wie z. B. FM10 oder FD10, eliminieren.

Wenn Sie diese Geräte nicht über die Heimautomation ein- und ausschalten wollen, sollten Sie sie nach Möglichkeit auf einer anderen Phase als Ihre Heimautomation betreiben.


Was ist beim Betrieb von Gegen- oder Wechselsprechanlagen zu beachten?
Falls diese Geräte keine eigene Leitung benutzen, sondern über das Stromnetz funktionieren, sollten Sie sie in jedem Fall auf einer anderen Phase betreiben als Ihre Heimautomation. Diese Geräte können eine Frequenzüberlagerung verursachen und machen damit jegliche X10-Signalisierung zunichte. Dies gilt übrigens auch für die s. g. Babyfone, sofern diese über das Stromnetz und nicht per Funk arbeiten.


Was ist beim Betrieb von Niedervolt-Halogen-Beleuchtung zu beachten?
Sie können Halogen-Beleuchtungen mit jedem X10-Empfänger ein- und ausschalten. Lediglich beim Dimmen gibt es einige Unterschiede: die Wandschalter LW10/LW11 und die Empfänger für Hutschienen-Montage LD10/LD11 sind generell für den Betrieb mit Niedervolt-Halogen-Beleuchtung ausgelegt. Hier kann es nur in seltenen Fällen Probleme mit elektronischen Trafos geben. Da die Module LM12 und LM12W nur für den Betrieb mit herkömmlichen Glühlampen entwickelt wurden, hilft nur Ausprobieren. Wenn die Beleuchtung anfängt zu flackern, kann sie nicht mit diesem Modul verwendet werden.

Beachten Sie auch die Mindestleistung auf dem Typenschild des jeweiligen Moduls: Sollte die Halogen-Beleuchtung eine niedrigere Leistungsaufname haben als auf dem Typenschild angegeben, zerstören Sie u. U. die Sicherung des Trafos.


Was ist bei Netzabkopplern (Netzfreischalter) zu beachten?
Durch ihre besondere Funktionsweise verhindern Netzabkoppler die zuverlässige Funktion des X10-Systems. Der Einsatz dieser Geräte in Verbindung mit X10-Produkten bei denen die Signalisierung über das Stromnetz erfolgt, ist daher nicht empfehlenswert.


Warum reagieren die Module in einigen Steckdosen auf Befehle, in anderen aber nicht?
Dies kann bei dem in Europa üblichen Multiphasensystem auftreten, wenn die X10-Signale nicht zwischen den Phasen gekoppelt werden. Oft ist die Kopplung der Phasen bereits vorhanden. Falls nicht, kann sie durch Verwendung der Filter/Phasenkoppler FD10 oder des Phasenkoppler/Repeater CAT3000 hergestellt werden.

Wir empfehlen Ihnen generell den Einsatz der FD10 vor Ihrer Haus- bzw. Wohnungselektroverteilung (normalerweise im Sicherungskasten), da sie das Eindringen fremder X10-Signale und das Verlassen Ihrer eigenen X10-Signale über Ihr Stromnetz hinaus verhindern.

Bei größeren Häusern und Wohnungen hat es sich außerdem bewährt, nur eine oder zwei Phasen als "X10-Phase" zu erklären. Zum einen können hier durch die längeren Leitungswege die Signale soweit abgeschwächt worden sein, dass eine erfolgreiche Übertragung auf die nächste Phase nicht mehr möglich ist. Dies kann jedoch durch den Einsatz des aktiven Phasenkoppler/Repeater CAT3000 verhindert werden. Zum anderen haben Sie so noch eine Phase übrig, an der Sie die potentiellen Störer wie Leuchtstoffröhren, Energiesparleuchten, Fernseher, Satelliten-Receiver, Mikrowellen-Herde, etc. betreiben können, sofern diese nicht von der Heimautomation gesteuert werden sollen.


Warum reagieren einige Empfänger, die in großer Entfernung von der Steuereinheit installiert sind, nicht auf Steuerbefehle, während andere problemlos funktionieren?
Das X10-Signal wird mit einer Signalamplitude von 5 V über die Stromleitung übertragen. Laut Systemspezifikation reagieren die Module erst dann zuverlässig auf Steuerbefehle, wenn die X10-Signale eine Mindestamplitude von 50 mV aufweisen. Von Modul zu Modul besteht jedoch eine gewisse Toleranz. Manchmal kann das Signal aber auch durch einen "leistungshungrigen" induktiven oder kapazitiven Verbraucher geschwächt werden. Er absorbiert so zu sagen das X10-Signal. Es gibt mehrere Lösungen, um den Einfluss dieses Verbrauchers auf das X10-Signal zu vermeiden. Die Steuereinheit kann an einer zentralen Stelle, zwischen den Modulen installiert werden, so weit wie möglich von diesem Verbraucher entfernt. Hierdurch sollten die X10-Signale die Module mit ausreichender Amplitude erreichen. Eine weitere Lösung besteht darin, ein Filter-Modul FD10/FM10 (je nach Anschlussweise dieses Verbrauchers) zwischen diesem Verbraucher und seinem Netzanschluss zu installieren. Die X10-Signale erreichen ihn dann nicht mehr und werden daher auch nicht mehr beeinflusst.


Warum schalten sich manche Module selbstständig ein und aus?
Hierfür kann es mehrere Ursachen geben. Manchmal kann ein X10-System durch ein anderes in der Nähe befindliches X10-System beeinflusst werden. Da das X10-Signal über die Stromleitung übertragen wird, können sowohl fremde X10-Signale in Ihr Stromnetz gelangen, als auch daraus entweichen.

Dieses Problem kann am einfachsten gelöst werden, indem ein anderer House-Code (A-P) als der, auf dem diese "Geister-Signale" auftauchen, gewählt wird. Mit Hilfe eines Computer-Interface wie CM11, Ocelot oder Leopard können Sie feststellen, welche House-Codes in der unmittelbaren Umgebung benutzt werden und einen freien House-Code auswählen. Die Installation der Filter/Phasenkoppler ist hier jedoch die bessere und vor allem sicherere Lösung, da sie verhindern, dass X10-Signale in Ihr Stromnetz gelangen oder daraus entweichen können.

Eine weitere Ursache stellen potentielle Störer wie Leuchtstoffröhren, Energiesparleuchten, Fernseher, Satelliten-Receiver, Mikrowellen-Herde, etc. dar. Das von ihnen erzeugte "Frequenzrauschen" kann von den Modulen als regulärer X10-Befehl fehlinterpretiert werden, wodurch diese dann einen Schaltvorgang auslösen. Abhilfe für dieses Problem finden Sie in unseren FAQs in den entsprechenden Artikeln.


Welches Zubehör passt zu den UP-Dosen-Modulen?
Die Module für UP-Dosen-Montage LW10, LW11, AW10 und SW10 passen zur Serie CD500 der Firma Jung. Die passende Farbe ist "Alpinweiß".


Warum ist das X10-System in den 230V-Ländern teurer als in den 110V-Ländern?
Diese Frage wird uns immer wieder gestellt. Es gibt mehrere Gründe:

  • Alle für den 230V-Betrieb produzierten X10-Produkte sind von ihrer Technik her wesentlich aufwendiger als die 110V-Varianten. So gibt es z. B. Schalt- oder Lampenmodule, die in der 110V-Ausführung lediglich nur an der Phase, aber nicht an Neutral angeschlossen werden. Dies ist in den 230V-Ländern unzulässig.
  • Die Standards und Sicherheitsvorschriften in den 230V-Ländern, vornehmlich die europäischen Staaten, sind aufwendiger als in den 110V-Ländern wie z. B. USA und Kanada. Auch dieser Punkt erhöht die Produktionskosten.
  • Viele Produkte müssen für die 230V-Länder neu entwickelt oder aufwendig angepasst werden, wie z. B. die GigaVideo-Sets, die als 110V-Produkt nach der NTSC-Norm arbeitet und für die Funkübertragung Frequenzen verwendet, die in Europa nicht freigegeben sind. Um dieses Produkt für die 230V-Länder anzupassen musste also die Farb-Norm von NTSC auf PAL und Funk-Sender und -Empfänger auf eine zugelassene Frequenz umgestellt werden.
  • Die Zulassungsverfahren für die einzelnen Standards sind in Europa deutlich teurer als in den USA. Diese höheren Zulassungskosten müssen natürlich auf die einzelnen Produkte umgelegt werden.
  • Der Markt für X10-Produkte ist in den 230V-Ländern kleiner als z. B. in den USA. Dadurch sind die Abnahmemengen geringer und damit die Einkaufspreise deutlich höher.
  • Die in Europa geltende gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten verteuert die Produkte ebenfalls. In den USA beträgt die gesetzliche Gewährleistung lediglich 3 Monate.



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